Die grundlegenden Voraussetzungen für die Verwirklichung des Gesamtvorhabens sind geschaffen. Wir möchten Sie über die Ziele und den Sachstand des Entwicklungsprojektes "Bahnhofstraße/Wieragrund" informieren.
Das zwischenzeitlich initiierte Bürgerbegehren ist gescheitert, die erforderliche Anzahl an Unterschriften für einen Bürgerbescheid ist nicht erreicht worden. Die Stadtverordnetenversammlung hat in der Sitzung am 4. November 2010 dem Abschluss des städtebaulichen Vertrages mit der Einkaufszentrum Wieragrund GmbH zugestimmt. Damit sind die grundlegenden Voraussetzungen für die Verwirklichung des Gesamtvorhabens geschaffen.
Bei dem Vorhaben geht es um verschiedene Aspekte der Stadtentwicklung des Mittelzentrums Schwalmstadt. Hauptanliegen der städtischen Gremien war und ist es, durch die Entwicklung des Bereichs „Bahnhofstraße/ Wieragrund“ folgende Ziele zu erreichen:
An dieser Stelle auch ein Wort zu den Kosten: Bei einer Gesamtinvestition von rund 9,3 Mio. € beträgt der städtische Anteil rund 3,7 Mio. €. Eine sehr gute Finanzierung, ohne die öffentlichen Fördermittel wäre das Projekt auch nicht zu stemmen. Hinter diesen Gesamtkosten verbergen sich folgende Maßnahmen: Der Bau der Wieragrundstraße einschließlich der Brücken, der notwendige Grunderwerb, eine Verlängerung der Busvorfahrt, die Umgestaltung des Bahnhofsumfeldes, der Bau eines Aufzugsturms (Anbindung Bahnhof/Hexengässchen) sowie die Einrichtung einer Park-and-ride-Anlage. Es ist also schlichtweg falsch, wenn immer wieder davon gesprochen wird, dass alleine der Bau der Wieragrundstraße über 9 Mio. € koste.
All diese, seit vielen Jahren verfolgten Ziele, können nunmehr auf der Grundlage des kürzlich gefassten Satzungsbeschlusses zum Bebauungsplan Wieragrund und der Beschlussfassung über städtebaulichen Vertrages realisiert werden, d. h. mit den Bauarbeiten könnte alsbald begonnen werden.
Nach Auskunft der Investoren ist der Mietmix im Hauptgebäude wie folgt geplant: Medialand (Hessens größter Expert Händler), C&A Mode (Konzept family), Vockeroth (Mode und Sport), Mister*Lady (Textil), REWE, Drogerie, Ernstings family, Parfümerie, Haushaltswaren mit Geschenken, verschiedene Gastronomie wie Vapiano Eis-Café, Vodafone Premium-Store. Einschließlich des Aldi Marktes entsteht eine Gesamtverkaufsfläche von 10.500 m². Es werden 430 öffentliche Parkplätze gebaut und etwa 120 bis 150 Arbeitsplätze geschaffen.
Die Investorengruppe, die bereit ist, in Schwalmstadt 20 Millionen Euro zu investieren, hat nunmehr Planungssicherheit und kann das Vorhaben intensiv weiterverfolgen.
Die Planungen im Wieragrund wurden nie isoliert betrieben, sondern immer unter dem Aspekt der Einbindung der Bahnhofstraße, des Bahnhofs und der Gesamtsituation in Schwalmstadt. Die Bahnhofstraße wird über das Hexengässchen und einen weiteren Hauptzugang durch eine Passage, die sowohl im Bebauungsplan und als auch im städtebaulichen Vertrag verankert ist, optimal angebunden. Die Investorengruppe hat die dafür erforderlichen Grundstücke längst gekauft. Die jeweiligen Gebäude werden abgebrochen.
Insoweit sehen wir in der vorliegenden Planung des Bereiches „Bahnhofstraße/Wieragrund“ eine konsequente Fortführung der bisher betriebenen städtebaulichen Entwicklung Schwalmstadts, zu der auch die Attraktivitätssteigerung des Stadtteils Ziegenhain gehört. Hier wurde und wird, z. B. durch Umgestaltung der Wiederholdstraße, der Muhlystraße und des bereits begonnenen Paradeplatzes an der Umsetzung des städtebaulichen Gesamtkonzepts gearbeitet.
Die genannten positiven Entwicklungschancen unserer Stadt sind nun in greifbare Nähe gerückt. Nun gilt es die Realisierung des Gesamtprojektes intensiv zu betreiben und zügig voran zu bringen. Die Beschlusslage in den städtischen Gremien ist eindeutig und sollte nun auch von allen politischen Akteuren akzeptiert werden.
Wirkliche Alternativen zu den städtischen Planungen hat es in der Vergangenheit keine gegeben. Selbst wenn es eine andere Planung geben würde, müsste dann auch noch ein Investor gefunden werden, der für eine Umsetzung zur Verfügung stünde.
Schwalmstadt steht in einem starken Wettbewerb um Standortvorteile mit anderen Mittelzentren der Region. Mit der Verwirklichung des Projektes sollten wir gut aufgestellt sein, um uns in diesem Wettbewerb zu behaupten und Schwalmstadt als Einkaufszentrum zwischen Kassel und Marburg zu positionieren.

Bürgermeister Wilhelm Kröll, Eberhard Unger, Kai Trampedach, Thomas Vockeroth und Wilmar Rüttger (von links nach rechts) nach der Vorstellung der Planungen zur Entwicklungsmaßnahme Bahnhofstraße/Wieragrund vor dem Treysaer Rathaus.
Download des Informationsflyers zum Projekt "Entwicklung Bahnhofstraße/Wieragrund"
Download des Planes "Gestaltung des Einkaufszentrums Wieragrund"