Stadtteil Rörshain

Rörshain wurde 1238 erstmals erwähnt und war einige Jahrzehnte im Besitz einer Adelsfamilie von Uttershausen. Dann erwarb das Kloster Haina den Ort. Im 16. Jahrhundert bestand Rörshain aus drei großen und drei kleineren Höfen sowie zwei Mühlen im Talgrund der Gers. Die Zeigerichsmühle (erbaut 1799) steht seit 1986 im Freilichtmuseum Hessenpark in Neuanspach/Taunus. Die stark baufällig gewordene Mühle konnte durch diese Umsetzung als Baudenkmal von besonderem Wert erhalten werden.

Um 1940 legte man nordwestlich des Dorfes einen Militärflugplatz an. Am 24. März 1945 wurde der Flugplatz bombardiert und auch das Dorf und seine Bevölkerung dabei in Mitleidenschaft gezogen. Das Eingangsgebäude zum Flugplatz, ein Bruchsteinbau mit Fachwerkobergeschoss, ist heute noch in der Wolfskaute erhalten. Da auch die aus dem 13. Jahrhundert stammende Kirche dem Bombardement zum Opfer fiel, erbaute man sie 1948 bis 1951 neu.
Südlich des Ortes befindet sich eine Sandgrube und bei der Reutersruh eine der bedeutendsten frühgeschichtlichen Fundstätten Hessens (Eiszeit, Altsteinzeit). Die mehrere hunderttausend Jahre alten Steinwerkzeuge wurden zuerst von A. Luttropp 1938 entdeckt. Hiervon befi nden sich auch einge Exponate im Museum der Schwalm. Durch das reiche Quarzitvorkommen saß man hier in einem schier unerschöpflichen Materialdepot für Steinwerkzeuge.

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